Eventleser

Veranstaltungsdetails

Zukunftswerkstatt

Datum:

Wann:
16.10.2020, 13:00 bis 15:00 Uhr

Wo:
Kurhaus Bad Herrenalb

Teilnahmegebühr:
Kostenlos

Wer lebt hat irgendeine Zukunft, es sei denn, jemand beschließt, nicht leben zu wollen. Aber auch diese Entscheidung hat noch einen Augenblick lang mit Zukunft zu tun, nämlich mit der Vorbereitung der Verweigerung von eigener Zukunft und dem Eingeständnis der subjektiv empfundenen Zukunftsunfähigkeit. Jeder Atemzug, den wir tun, jeder Schritt, den wir gehen, jeder Gedanke, den wir fassen ist auf Zukunft gerichtet, selbst wenn wir im realen Leben die Luft anhalten, rückwärts oder im Kreis gehen, der Vergangenheit unseres Lebens verhaftet bleiben und das Nachdenken über unsere gegenwärtige Situation schon lange aufgegeben haben. Der physische, sozusagen materielle Überlebensprozeß sorgt lediglich für faktische Zukunft. Offen bleibt, wohin die Lebensreise geht, welche gewollte Qualität die faktische Zukunft haben soll, was dazu getan, gedacht und gefühlt werden soll. Leben liegt nicht griffbereit vor uns, hat keinen leicht durchzuführenden Plan, sondern hält letztlich nur das, was wir persönlich und zusammen mit anderen unter den jeweils unterschiedlichen historischen, kulturellen, gesellschaftlichen und individuellen Bedingungen zu unserem eigenen Leben machen. Das ist der wesentliche Inhalt der Bedienungsanleitung, die Leben heißt: ein großer Auftrag, eine Provokation, eine riskante Chance.

Den provozierenden Auftrag und diese riskante Chance hat Walther Lechler zusammen mit anderen angenommen, als er vor vielen Jahren den „Förderkreis für ganzheitliche Medizin“ ins Leben gerufen hat. Bis heute ist dieser durch viele Krisen hindurch lebens- und zukunftsfähig geblieben, hat die Therapie- und Bildungslandschaft als eine Art Leuchtturm geprägt und vielen Menschen auf unverwechselbare Weise geholfen, ihr eigenes Leben zu reflektieren, zu gestalten, Selbstbestimmung und Verantwortung zu übernehmen und den aufrechten Gang zwischen Himmel und Erde, sich selbst und anderen Lebewesen zu üben.

Der „Förderkreis für ganzheitliche Medizin“ und die, die ihn tragen wie die, die ihn brauchen, stehen vor der Frage, ob es für dieses bisher so erfolgreiche wie nachhaltige Projekt eine Zukunft gibt. Finanziell ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Aber wir selbst sind mit der Idee des Förderkreises, mit unserem Willen zum Aufbruch oder auch Abbruch, unserem Realitätssinn, mit unserer Phantasie nicht am Ende, auch wenn wir jetzt herausfinden müssen, ob, wie und wohin die Reise geht. Sind wir zukunftsfähig und können wir in Erinnerung an Walther Lechler und alle die mit ihm unterwegs waren, den Zeiten angemessen einen Anfängergeist entwickeln, die die Buddhisten den Kern der Lebensfähigkeit nennen.


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