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Aufruf aus aktuellem Anlass

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Aufruf aus aktuellem Anlass

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Liebe Freundinnen und Freunde,

dass die Begegnungswoche nun stattgefunden hat, obwohl dies vor wenigen Wochen wegen Corona
noch fast unmöglich schien, ist sehr erfreulich. Für mich stand sie dieses mal unter dem Motto:
Frieden. Das klingt vielleicht trivial. Wer will das nicht ? Anscheinend alle. Offenbar aber auch
wiederum viele nicht. Dabei meine ich sowohl den individuellen, inneren, als auch den äußeren
Frieden. Dass beides zusammenhängt, ist mir erst in den letzten Jahren sehr bewusst geworden.
Jeder ist mit jedem und allem untrennbar verbunden. Das ist eine tiefe Wahrheit, die uns auch der
Buddhismus lehrt und die alle, die der Überzeugung sind, dass wir spirituelle Wesen sind, teilen.
Diesen Zusammenhang bringt auch der kürzlich verstorbene buddhistische Zen-Meister Thich Nhat
Hanh in seinem Buch „Innerer Friede - äußerer Friede“, das ich gerade lese, zum Ausdruck.
Insofern habe ich die Begegnungswoche auch als eine Friedenswoche gesehen. In dem Maße wie
jeder einzelne dabei an seinem inneren Frieden gearbeitet hat, hat er damit auch automatisch zum
äußeren Frieden beigetragen. Damit wird der Krieg in der Ukraine, der ja wenige Tage vorher
ausgebrochen war, nicht sofort beendet werden. So funktioniert das nicht. Aber wir haben vielleicht
ein Stück dazu beigetragen eine kollektive Energie in die richtige Richtung zu lenken.

Ich habe bislang glücklicherweise keinen Krieg unmittelbar erleben müssen. Die indirekten Folgen
als Angehöriger der Nachkriegsgeneration aber schon. Meine Eltern haben beide ihre Jugend an den
Krieg verloren. Ihre daraus entstandene Lebenshaltung ließe sich in etwa so zusammenfassen:
Leben ist vor allem Überleben, ist Pflicht, Mühsal, Anstrengung, Anpassung. Freude, Glück, Liebe
sind eigentlich nicht vorgesehen, stehen einem auch nicht zu. Dies ist wohl auf mich
übergeschwappt und führte in der Pubertät zu einem dunklen, grauen, schweren Panzer, der über
mich kam und für den ich keine Erklärung hatte und der mir bis heute immer noch und immer
wieder in die Quere kommt. Erstmals in Herrenalb konnte ich ein Stück davon aufbrechen und
ablegen und dieser Weg oder diese Aufgabe scheint noch nicht zu Ende zu sein.

Insofern führt mir der jetzt ausgebrochene Krieg nochmals deutlich vor Augen, wie sehr unser
persönliches Schicksal immer auch mit dem Weltgeschehen, der kollektiven Seele oder dem
kollektiven Bewusstsein verknüpft ist. Wenn es also möglich war, dass der vergangene Krieg mein
Leben indirekt so stark beeinflusst hat, dann muss es doch auch umgekehrt möglich sein. Vielleicht
ist es weniger offensichtlich, trotzdem will ich daran glauben, dass ich, dass wir als Förderkreis
einen Beitrag dazu leisten können. Das können wir natürlich materiell, aber und vor allem auch
mental.

Deswegen möchte ich diesen Newsletter mit einem Aufruf verbinden. Ich möchte alle Mitglieder
und auch Nicht-Mitglieder, die sich angesprochen fühlen, dazu aufrufen gemeinsam eine Friedens-
Meditation durchzuführen. Dazu braucht es nur einen verabredeten Zeitpunkt, an dem alle
gemeinsam für Frieden beten oder meditieren:

Dieser ist die Tag-Nacht-Gleiche, am 20.März, 19 Uhr !

Wir sollten pünktlich beginnen und für 20-30 min zusammenbleiben. Das Wie ist dabei jedem selbst
überlassen. Grundsätzlich empfiehlt sich für eine Meditation eine aufrechte, sitzende Haltung.

Ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele von euch mit dabei wären.

Mit friedvollen Grüßen

Harald
2.Vorsitzender

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