Walther ist tot. Im Sommer hat er noch geistig rege mit engen Freunden seinen 90. Geburtstag gefeiert. Jetzt sind seine Kräfte an ihr Ende gekommen.

Walther ist am 22.12.2013 in Röthenbach /Allgäu gestorben und wurde am 20.1.2014 in Würzburg im Kreis seiner Familie beigesetzt. (Hauptfriedhof beim Berliner Ring, 4. Abteilung, Feld 1, Reihe 68, Nummer 23)

Wir haben uns überlegt, dass wir auch im Förderkreis für Ganzheitsmedizin dazu beitragen wollen die Wertschätzung und den Einfluss zu sammeln, den so viele Menschen für Walther empfunden haben bzw. den er auf sie gehabt hat.

Statt einer ausgelegten Kondolenzliste haben wir zu diesem Zweck diese Seite auf der Homepage eingerichtet. Wir freuen uns sehr, wenn Ihr beispielsweise Eure Erfahrungen und Begegnungen mit Walther mit uns allen teilt, die Bedeutung, die Walther für Euer Leben hatte und vielleicht bis heute hat und was sein Tod in Euch wachruft.

E I N L A D U N G

Liebe Freunde,

Ein erfülltes Leben ging zu Ende. Am 22. Dezember 2013 verstarb Walther H. Lechler mit 90 Jahren an seinem letzten Wohnort Röthenbach im Allgäu. Auf Wunsch von Walther wird der Förderkreis für Ganzheitsmedizin auf seinem diesjährigen Pfingstfest eine Gedenk- und Dankveranstaltung durchführen. Für den Gründer der Klinik Bad Herrenalb war das jährliche Pfingsttreffen das wichtigste Ereignis im Jahr und stand für das Aufgewachtsein und den neugewagten Aufbruch ins Leben.

Der Förderkreis für Ganzheitsmedizin lädt zu einer Gedenk- und Dankfeier für
Walther am 06.06.2014 um 17 Uhr 30 im Kurhaus Bad Herrenalb ein.

Herzliche Grüße
Kornelius Roth, 1. Vorstand Förderkreis für Ganzheitsmedizin Bad Herrenalb, gemeinnütziger e.V.

Nachruf für Dr. Walther Lechler von Jeff und Julia Gordon

application/pdf Nachruf von Jeff und Julia Gordon fuer Dr Walther Lechler.pdf (1,8 MiB)

Kondolenzliste für Walther H. Lechler

Kommentar von Sabine |

Vor fünf Jahren starb mein geliebter Vater. Sein Foto hängt seit dem an meiner Wand. Nun hängt Walters Foto darunter. Dem einen Vater verdanke ich meine körperliche Geburt auf Erden, dem anderen meine geistige Wiedergeburt. In tiefer Dankbarkeit.

Sabine

Kommentar von Carmen Lauser |

Dear Walther,
persönlich habe ich Dich nie kennengelernt. Kurz hatten wir einen Begegnung, einen Blick damals in der Klinik-Wolfsried, als Horst diese noch geleitet hat.Ich bekam einen Ahnung von Deiner Kraft,Ausstrahlung und Aufrichtung. 1987 las ich "Von mir aus nennt es Wahnsinn" und habe mich wiedergefunden darin. Als Jugendliche in den 60ger Jahren lief ich immer wieder an der "Kullenmühle" vorbei und wollte wissen, wer in dieser Klinik dort ein und ausgeht. Die Leute erzählten es wären Verrückte dort,man müsse sich in acht nehmen.
Die Ahnung von dem was dahinter ist, hinter dem was vordergründig sichtbar ist, hat mich neugierig gemacht auf mehr. So war ich innerlich sicher auch davon entzündet diesen Weg einzuschlagen und ihn zu gehen, ganz gleich was geschehen wird. Es ist ein Geschenk und eine Gnade Menschen begleiten zu dürfen auf ihrem Weg und den ins Leben hinein, sie darin zu unterstützen "sich das Leben zu nehmen" - immer wieder auf`s Neue und gleichwohl selbst eine Lernende zu bleiben und mitzugehen mit dem Fluß des Lebens,hin zur Liebe als die stärkste Kraft.
"NICHTS GEHT VERLOREN - ES VERÄNDERT NUR SEINE FORM!"
Danke, dass ich auf meine Art an Deinem Wirken teilnehmen durfte.
Carmen Lauser

Kommentar von PETRA |

Lieber Walther ,

ich verdanke Dir und Deinem Herrenalber Modell mein Leben.
Ich war 1999 neun Wochen in der Klinik in Bad Herrenalb bei Reinhard und bin jeden Tag dankbar .
Ich komme seit Jahren zu den Pfingsttreffen und zu den Tagungen im Herbst.
ICH WERDE DICH VERMISSEN,

Petra

Kommentar von Heide Nullmeyer |

Lieber Walther,
Du bist einer meiner "Lebenslehrer" - und ich bin unendlich dankbar, dass ich Dir begegnet bin:1986 als Psychologie- Praktikantin in Deiner Klinik. Deine Menschen-Liebe, Dein "sich
einfühlen" in jeden Einzelnen mit Respekt und Verständnis, egal mit welchem Schicksal jemand kam, hat mein Leben nachhaltig verändert und begleitet.Du bist mir Vorbild geblieben bis heute - und in meinen eigenen Seminaren fällt oft Dein Name. Ich bin traurig, dass ich es nicht geschafft habe,über Dich einen Film zu machen,um Deine Botschaft für noch mehr Menschen sichtbar- und hörbar zu machen.Du wolltest es nicht. So lebst Du in meinem Herzen weiter. Danke für Deine Gedanken,Deine Bibelstunden und auch für den Kuss in der Provence, der mir soviel bedeutet hat.
Heide Nullmeyer

Kommentar von Gudrun Mayer |

Abschied von Walther, ich kann es noch gar nicht so richtig fassen, daß du nicht mehr da bist - und es macht mich traurig....ich durfte dich 1981 und 1988 in der Kullen(Kuschel)mühle erleben und dort erwachte ich zu neuem Leben - ohne dich und die lieben Therapeuten vor allen Dingen Kornelius, würde ich heute nicht mehr leben - es war für mich die BESTE ZEIT meines Lebens - ich fand zu den AA-Gruppen und bin bis HEUTE trocken geblieben und lebe im Programm - wenn es auch mal schlechte und traurige Tage gibt - so fallen mir immer deine Worte, Walther, ein "Arsch hoch und auf die Beine" - ich lebe heute strukturiert und mein Leben hat einen Sinn- ich habe alle Kassetten von dir - von den Pfingstreffen - sie sind mein Schatz - und deine hilfreichen Arschtritte sind bis heute fest in mir verankert - danke, danke für alles - ich liebe dich sehr - irgendwann sehen wir uns sowieso wieder - davon bin ich überzeugt - deine AA-Gudrun aus Hanau (Kornelius nannte mich immer "das Atomkraftwerk)

Kommentar von Barbara |

Lieber Walther,

vor sieben Jahren im Januar saßen wir in der "Adula" beisammen, eine Gemeinschaft von Menschen, die alte Wege verlassen wollten. . . alles kam mir so sinnlos, so ausweglos vor. Und Du sagtest: "Nimm Dir das Leben, Barbara". Mein Gott, welch´ein Satz! Endlich begriff ich, Ja, ich darf mir das Leben nehmen, mit dem ich bisher so unachtsam umgegangen bin, ich soll es nicht wegwerfen.
Seit Du so mit mir gesprochen hast, nehme ich mir jeden Tag das Leben, der Tod hat keine Macht mehr. Es war der Anfang meiner "Auferstehung".
Ich "achte gut auf diesen Tag, denn er ist das Leben".
Hab Dank für Deine Liebe, die Du mir mit auf meinen Lebensweg gegeben hast.

In Verbundenheit für immer
Deine Barbara

Kommentar von Rolf-Georg Schneider |

Lieber A-Freund der 12 Schritte!

Dein Leben, Dein Geist und Dein Tun wird uns Menschen immer weiter begleiten, die Fragen nach dem Sinn unserer psychischen Krankheit haben. Du zeigtest mir den Weg und die Lösung meiner Verzweiflung.
Lieber Walther, ich danke Dir und gedenke an Deinen 1989 verstorbenen Freund Heinz Kappes, daß ihr das 12 Schritte Programm für "UNS" nach Europa gebracht habt.
Ich konnte dadurch weiterleben, wieder Freude empfinden und in Liebe neuen Menschen begegnen.

Ich umarme Dich im Geiste. Du wirst in unserem Kreise immer weiterleben und wir werden Dir ewig gedenken.

Rolf-Georg Schneider

Kommentar von Ralf Schleicher |

Lieber Walther,

auch wenn ich dich persönlich an Pfingsten immer nur im großen Saal, quasi aus der Ferne wahrnehmen konnte. Deine Lebendigkeit zeigt sich an ganz verschiedenen Stellen; und das geht auch weiter!
Dein Wirken hat Therapie verändert, weiter gebracht. Das konnte ich selber im Kleinen erleben, als ich plötzlich 2003 als Herrenalber Klinikpatient in deiner Fühlschule war. Das hat mich wieder fühlen gelernt, mein Leben hat sich damit sehr geweitet.
Das Herrenalber Modell wird weiter gehen, auch manche vermeintliche Regression (wenn Klinikmangement meint, das Herrenalber Modell ablösen zu müssen...) wird daran nicht ändern. Du und dein Modell bist und bleibst Gegenwart!

Danke dafür!
Ralf

Kommentar von Wolfgang Thon |

Danke, Walther Lechler
Es war eine wichtige Zeit für mich, deine Gruppen, Bonding, deine
Impulse. Es hat mich auf einen
fruchtbaren Weg gebracht.
Du hast den Menschen viel gegeben.
Alles Liebe Wolfgang

Kommentar von Birgit Idler |

Liebe Freundinnen und Freunde des Förderkreises und alle, die sich in irgend einer Weise Walther Lechler und seiner Arbeit verbunden fühlen,

auch ich durfte Walther kennenlernen und in seinem Element, der Arbeit mit uns erleben. Ganz besonders geholfen hat mir damals die Bibelstunden, die er abgehalten hat. Das vermisse ich noch heute.
Eine besondere Ehre war für mich, von Walther zur Gründung des Förderkreises damals in Karlsruhe dazugebeten zu werden. Später habe ich leider etwas den Kontakt zu ihm verloren. Doch im Herzen habe ich oft an ihn und seine Arbeit gedacht. Ohne die Klinik damals in Herrenalb würde ich wahrscheinlich nicht mehr leben. Der Aufenthalt dort hat mir das Leben gerettet.
Im Sommer 2013 beim Ehemaligentreffen in Oberstdorf habe ich mich noch nach Walther erkundigt und Michael hat erzählt, dass er ihn anläßlich seines 90. Geburtstages besuchen würde.
Auch ich hätte ihn gerne noch einmal gesehen oder gesprochen. In der Vorweihnachtszeit habe ich auch öfters an ihn gedacht und mich gefragt, wie es ihm wohl geht und nun habe ich erfahren, dass er gestorben ist.
Lasst uns alle in seinem Sinne das Leben uns nehmen, wie er immer gesagt hat, dann ist er zwar körperlich nicht mehr anwesend doch lebt in jedem von uns auf eine ganz besondere Art weiter.

Danke für alles
Birgit

Kommentar von Ibrahim |

Lieber Walther,

ich durfte dich persönlich kennenlernen und umarmen und von dir umarmt werden. Dank Dein Konzept durfte ich im Geiste nochmal geboren werden und die Verantwortung meines eigenen Lebens übernehmen. Ich bin glücklich, dass ich Dich erleben dürfte und ich bin wach um Dein Konzept weiter zu geben.

Danke

Ibrahim

Kommentar von Harald Reinemer |

Lieber Walther,
seit 1978 kannten wir uns jetzt, damals war ich das erste Mal in deiner Klinik. In all den Jahren danach habe ich dich immer wieder gesehen und gehört, bei Ehemaligen-Treffen, Bibelstunden, Vorträgen und auch einer gemeinsamen Reise in die Provence vor 10 Jahren. Von Anfang an warst und bliebst du mein wichtigster Lehrer, Begleiter und Freund. Bis zuletzt habe ich dir regelmäßig geschrieben und fühlte mich von dir immer gut verstanden, auch wenn du mir nicht mehr antworten konntest. Nun bist du für immer von uns gegangen. Das tut weh, auch wenn du schon lange nicht mehr physisch bei uns sein konntest. Ich habe dir wie so viele, die dich kennenlernen durften, viel zu verdanken. Du wirst mir sehr fehlen. Dein Bild, deine Worte, deine Stimme, deine Taten werden für immer aber in meinem Herzen weiterleben. Mach`s gut alter Junge.
Harald

Kommentar von Joachim |

Ihr Lieben, ich bin sehr traurig.
>
> Ich stehe derzeit im Mailwechsel mit einem Psychiater in Bad Säckingen
> und habe ihm gestern am 30. 12. Walther und dessen Klinik genannt. Dann wollte
> ich über den letzteren etwas nachsehen. Und finde soeben in Wikipedia
> durch Zu - Fall die mich sehr berührende Nachricht.
>
> Ich kam 1982 mit 38 nach 23 heftigen Jahren zu AA KA und dann ab 1984
> für etwa 4 Jahre als häufiger und völlig begeisterter Besucher in
> Berührung mit der Kullenmühle. Ich war durch AA am ersten Tag (!!)
> trocken geworden. Das erste Wunder. Und bei Walther nahm ich intensiv
> am Klinikleben teil, soweit offen, wofür ich ihm einmal mit einem
> Schreiben dankte, lernte die Klinik lieben und das Programm besser
> verstehen, durfte, was ich dringend brauchte, nachsitzen und als
> bisher sehr Unlebendiger das Leben völlig neu lernen, kurz: das
> Programm und Walthers Wirken leben sehr spürbar in mir fort. Das zweite
Wunder.
>
> Nun ist er nicht mehr hier. Erst AA und dann er haben mir ohne
> jeden Zweifel das Leben gerettet, mich ein zweites Leben beginnen
> lassen und dann habe ich in AA sogar auch noch ein drittes beginnen
> dürfen, denn dort lernte ich 1986 meine heutige Frau in der Gruppe KA
kennen.
>
> Jetzt bin ich fast 70 und lebe als Karlsruher im Ruhestand in der Südpfalz.
>
>
> Ich fühle eine tiefe Dankbarkeit und bin mit all meinen Gedanken bei
> Euch, bei Gisela (?) wenn sie noch bei uns ist und grüße Euch alle
> ganz lieb und herzlich.
>
> Merkwürdig, vor einigen Tagen, es könnte durchaus der 22. gewesen
> sein, dachte ich ganz eindringlich nachts an Walther und mein neues
> Leben seit der Klinik und fragte mich, ob er trotz Krankheit noch lebt.
>
>
> Gott halte seine schützenden und wegweisenden Hände über Euch und
> Euerem Tun.

Joachim

Kommentar von Ulrich |

Ich war 2006 in der Klinik Bad Herrenalb und habe dort die von Walther erfundene Lebensschule bei Michel Oppl und seinem Team erfahren dürfen. Nur wenige Monate nach meinem Aufenthalt lernte ich dann in Ahlhorn Walther kennen. Erfüllt von dem, was ich kurz zuvor in der Klinik erlebt hatte, umarmte ich ihn, bedankte mich für das Herrenalber Modell und berichtete kurz, wie segensreich diese Erfahrung mein Leben verändert hatte. Seine Worte nach unserer "Herrenalber Umarmung" waren: "Ich danke Dir – mein Lieber!"
Immer, wenn ich an Walther denke, bin ich wieder erfüllt von jener Dankbarkeit, die ich ihm gegenüber für dieses einzigartige Klinik-Konzept empfinde.

Tief berührt hat mich dann 2008 sein Abschied von uns in Ahlhorn, als er damals von sich selbst berichtete und uns gegenüber sein Herz weit öffnete.

Walther lebt in den Herzen derer, die ihn kannten, wirklich weiter. So auch gestern, als ich mich mit einem Freund traf, der regelmäßigen Kontakt zu ihm hatte. Er saß mitten unter uns und es war wunderschön!

Walther, ich danke Dir – mein Lieber!

Kommentar von Jochen |

Ein guter Freund pflegte 2013 im Meeting des Öfteren von seiner Zeit mit Walther in Bad Herrenalb zu erzählen. Eines Meetings meldete ich mich nach ihm zu Wort und sagte, dass mir das gefällt und auch die heitere Gelassenheit, die er im Meeting ausstrahlt. Nach dem Meeting kam dieser Freund auf mich zu und sagte zu mir: "Weißt du, was der Walther Lechler zu dir gesagt hätte?" - ich, gespannt: "Was denn?" - er: "Geh ins Meeting!"

Ich glaube, dass er genau das tatsächlich zu mir gesagt hätte, denn seit ich das mache, geht es mir bedeutend besser.

Danke, Walther!

Kommentar von Barbara Kaiser |

Lieber Walther,

Ich bin sehr traurig, dass du nicht mehr auf dieser Erde bist. Du bist ein Mensch, der mich tief berührt hat und neue Perspektiven in meinem Leben aufgezeigt hat. Sieben Mal bin ich mit in der Provence gewesen und habe dich auf zahlreichen Pfingsttreffen erlebt. Das war immer weitend und bereichernd. Beim ersten Mal hast du mich aus meiner Verhaftung an meine religiöse Enge herausgeholt und mich befreit durch deine Deutung des Wortes: Ihr sollt das Leben haben, und ihr sollt es haben überreich. Jetzt. Hier.- Und auch deine wunderbare Art, uns das Aramäische Vater Unser nahe zu bringen, hat mir neue Welten erschlossen.

Allein schon dein Dasein, dein Sosein war wichtig für mich .Ich danke dir, dass du der Mensch warst, der du warst und dich verschenkt hast.Ich bin glücklich, dass ich dich erleben durfte.
Lieber Walther, du wirst immer einen Platz in meinem Herzen haben.

In Liebe
Barbara

Kommentar von Alexander K. |

Lieber Walther,

ich durfte dich 1997 das erste Mal bei einem Vortrag erleben und du hast mich damals mit dem Virus "Liebe" infiziert.

Bei den Pfingsttreffen des Förderkreises konnte ich dich noch einige schöne Jahre erleben und durfte dich umarmen. Dafür bin ich sehr dankbar.

Für mich bist du mein spiritueller Großvater und ich danke dir für alles, was du mir und uns gegeben hast.

Ich wünsche dir alles Gute auf deiner Reise und ich bin mir sicher, dass wir uns irgendwann auf der anderen Seite wiedersehen werden.

Alles Liebe und Gute von
Alexander

Kommentar von Reto Weidemann |

Lieber Walther,
ich habe lange gebraucht, den Entschluß zu fassen, Dich kennen lernen zu wollen - zu lang.
Immer wieder verschoben hätte ich Dich in diesem Jahr besuchen wollen. Nun, Du hast mir viel gegeben, auch ohne mir persönlich begegnet zu sein.
Du hast ein wunderbar nachhaltiges Wissen in die Gesellschaft getragen und es erreicht auch Menschen wie mich. Es sind eben doch die immer größer werdenden Wellen, die sich kreisförmig ausbreiten, nachdem der Stein im Wasser gelandet ist, die auch in der Ferne noch Bewegung schaffen. Der Stein Deines Lebens war ein wirklich großer und großartiger.
Ich danke Dir dafür.
Lass es Dir gut gehn.
Reto

Kommentar von renate jost |

habe eben die traurige nachricht gelesen.
ich bin erschüttert und unendlich dank-
bar, daß mein weg ein stück den deinen
berühren durfte.
ich habe keine vorstellung, wie mein weg
hätte verlaufen sollen ohne die ent-
scheidenden begegnungen mit dir.
ich gönne dir aber so sehr das ende aller irdischen beschwerden und sehe dich jetzt nur im licht
in ewiger verbundenheit

Kommentar von Beate Frey |

Ich bin sehr dankbar, dass ich Walther 1983 in seiner Klinik begegnen bin und zu mir selbst erwachen durfte. 18 Jahre lang hatte ich das Privileg, sehr eng mit ihm zusammenzuarbeiten. Was war das für eine gute Zeit! Wie viel konnte ich von ihm lernen! Ich denke an die über 40 Provence-Reisen, die Freude, die Freundschaften, das unbeschwerte Zusammensein dort! Mit unglaublich vielen interessanten Menschen hat mich Walther zusammengebracht wie Patch Adams, Rocco Enricco, Joe Pursh, Jirina Prekop und viele andere mehr.
Walther, ich bin sehr traurig, dass du nicht mehr da bist und unendlich dankbar, dass ich dir begegnet bin. Du bist jetzt im Licht!

Dieser Text könnte im Sinne von Walther sein:
Der Tod ist nichts,
ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
Gebraucht keine andere Redeweise,
seid nicht feierlich oder traurig.
Lacht weiterhin über das,
worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Betet, lacht, denkt an mich,
betet für mich,
damit mein Name ausgesprochen wird,
so wie es immer war,
ohne irgendeine besondere Betonung,
ohne die Spur eines Schattens.
Das Leben bedeutet das, was es immer war.
Der Faden ist nicht durchschnitten.
Weshalb soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg,
nur auf der anderen Seite des Weges.
Henry Scott Holland (1847-1918)