Vermächtnisvon Dr. Walther Lechler an Weggefährten und Weggefährtinnen

Röthenbach, 25.11.2013

 

Mein Vermächtnis ist, dass wir dasriesige und unendliche Wunder der Schöpfung Mensch und der Schöpfungüberhaupt erfassen. Wir müssten lernen, sie mit Verehrung zuempfangen. Bis jetzt haben wir nur kleine Teile erkannt. Hätten wirdie Verehrung dieses großartigen Wunders begriffen, würden wir unsganz anders verhalten als all das, was auf dieser Welt geschieht. Wirwürden dieser Erkenntnis dienen, dass uns mit dem Leben ein sowunderbares Geschenk gemacht wurde und aufhören nach irdischenSchätzen zu suchen, die dem tatsächlichen Wunder nichtentsprechen., es nicht deutlich machen.

Wir sind einfach noch nicht zu dieserVerehrung aufgewacht. Wir sind ständig am Erwachen. Immer wiedererwacht ein Teil, erkennen wir kleine Teile, aber wir sind noch nichtwirklich aufgewacht, um dieses Wunder als riesiges, unendlichesGeschenk zu empfangen und durch und durch zu ehren.

Die menschliche Schöpfung ist ein sogroßartiges Wunder. Unser Organismus ist ein Wunder. Man stelle sichvor, dass aus einem mikroskopisch kleinen Samen und einemmikroskopisch kleinen Ei dieses großartige Gebilde Mensch entstehenkann, mit Abläufen, die wir, auch die Mediziner, überhaupt nochnicht begriffen haben. Fragen wir uns ehrlich: Wie gehen wir mitdiesem Wunderwerk von Milliarden Zellen um? Wenn wir es verstehenwürden, wüssten wir mehr über unseren Schöpfer, unsereSchöpferin. Und wir wüssten mehr über diese Welt, in der wirleben. Und wie wir leben sollen.

 

*********************************

 

Die großartige Mannigfaltigkeit desDaseins müsste geschätzt werden können als Riesengeschenk. Und daskann nur aus dem innersten Erleben des Einzelnen heraus kommen.

 

… und jetzt noch drei Nachgedanken:

 

  1. Beim Nachdenken ist mir aufgegangen, wie damals schon im 1. Weltkrieg ein Giftgas entwickelt wurde und eingesetzt wurde und Gegenstände geschaffen wurden, welche die Menschen vergifteten und zerfetzten. Es ist unfasslich, dass der menschliche Geist Gegenstände entwickelte und entwickelt, um Menschen grausam umzubringen.

  2. Ich lag im 2. Weltkrieg mit einer Kopfverletzung unter einem amerikanischen Bombenteppich. Als ich später in Amerika Vorträge hielt und an AA-Treffen teilnahm, konnten ich von Angehörigen des gleichen amerikanischen Volkes hören: „Sind wir froh, ja unendlich dankbar, dass man dich nicht umgebracht hat.“ Ich musste nach Amerika, um das dort von Ihnen zu hören! Es ist jetzt und immer an der Zeit, aufzuwachen zum großen Geheimnis der Menschlichkeit, zum Menschsein.

  3. Ein großes Thema des Menschseins ist die Auseinandersetzung mit Nähe. Sie macht uns Angst.Die Schulen hätten da eine riesige Aufgabe und Verantwortung, mit den Kindern diese Auseinandersetzung einzuüben.

Das Vermächtnis als PDF-Datei

application/pdf Vermaechtnis Walther Lechler.pdf (40,9 KiB)